Jahresrückblick 

Bericht Leiter Technische Kommission

 

Das Jahr 2020

Das letzte Jahr wurde nicht nur vom Scheissvirus dominiert, für unsere Pilze war auch in unserer Region ein Lockdown angesagt. Auch durch Genzschliessungen und Ausganssperren in F und D gab es erhebliche Einschränkungen.

Bis im Herbst war es wiederum viel zu trocken. Ausser im Alpenvorland und in den Alpen selbst, da regnete und gewitterte es immer wieder; dort hörte man sogar: gutes Pilzjahr! Auch im Süden Europas war es viel feuchter als nördlich der Alpen.

Im Herbst war es dann etwas besser, aber eben: Die Langzeitfolgen erkannte man in den in der Tiefe trockenen Böden und Hölzer! Auch Moore und Trockenrasen waren in unserer Region völlig Pilzlos. Natürlich kommt immer was Interessantes zutage, aber meist keine grösseren Pilze.

Speziell war für mich der Fund einer Cordyceps- Art, bis jetzt scheint es so, dass es sich um eine noch unbeschriebene Art handelt. Offenbar ein Parasit auf einer Mücke. Wenn ich nicht Notgedrungen wegen der Trockenheit in ein noch etwas feuchtes, krautiges Bachufer abgestiegen wäre: das Pilzchen wäre unentdeckt geblieben!

Exkursionen gab es Corona-bedingt nur den Schlussbummel, organisiert von Thomas Brodtbeck, auch im Botanischen Institut war zeitweise kein Zugang möglich.

2021 scheint (Coronamässig) noch mühsamer zu werden, wenn wir Glück haben, ist vielleicht der Herbst wieder normal. Es wird aber auch so sein, dass bekanntere Orte in der Schweiz, vor allem in den Bergen wieder völlig überlaufen werden, die Wochenenden kann man vergessen! Die Reisetätigkeit der Menschen einzuschränken (sicher in Auswüchsen gerechtfertigt), erweist sich nun als Kontraproduktiv für die Natur.

Dann hoffen wir, dass es nicht wie schon üblich, zu trocken ist und man auch wieder zusammen in einer der noch überlebenden Beizen etwas trinken kann! Vielen Dank allen für das Mitbringen von Pilzen und allen Helfern des Vereins.

 

Ein gutes und gesundes Jahr,

Markus Wilhelm